Spitzerberg
Er ist weder spitz noch ein richtiger Berg. Eher ein langgestreckter Hang, der heute extrem windexponiert in der Pforte zwischen Alpen und Karpaten steht. Man kann sich diesen Südhang, an dem die Reben wachsen, als Küste vorstellen, an die viele Millionen Jahre lang das Meer anbrandete. Später ragte diese südwestliche Spitze der Karpaten aus dem riesigen Pannonsee, der ganz Zentraleuropa überzog und langsam sedimentierte.
Aus dem Buch „Wien am Sand“ von Mathias Harzhauser und Thomas Hofmann © NHMW, Mathias Harzhauser
Am Hang des Spitzerbergs finden wir heute dicke Kalkschichten, teilweise in steiniger Form, teilweise sandig. Immer jedenfalls ist der Boden sehr karg und sehr trocken, und die Weine, die hier wachsen sind von engmaschiger Feinheit und einem erfrischenden Säuregerüst geprägt.
Der Wind
Kein Wunder, dass er ein Hotspot unter Segelfliegern ist. Aus der riesigen Ebene im Südosten strömen stets heiße und trockene Luftmassen Richtung Donautal. Der Spitzerberg, der genau in diesem Korridor zwischen Leithaberg (Alpen) und Hundsheimerbergen (Kleinen Karpaten) liegt, stellt eine Barriere dar, an der die warme Strömung hochsteigt. Diese Aufwinde nutzen jeden Tag unzählige Segelflieger, die lautlos über dem Spitzerberg schweben.
Für die Reben sind diese warmen Luftströmungen Segen und Herausforderung zugleich. Einerseits trocknen die ständigen Winde alle Feuchtigkeit im Nu ab, sodass am Spitzerberg Pilzbefall kaum ein Thema ist. Andererseits sind die heißen und trockenen Bedingungen aber oft auch existenzbedrohend für die Reben. Niederschläge aus dem Westen, vom Atlantik kommend, erreichen den Spitzerberg fast nie. Das vegetative Wachstum ist gering. Die Pflanzen konzentrieren ihre ganze Energie in die wenigen Früchte. Das macht die Weine vom Spitzerberg unverwechselbar expressiv.
Die Temperaturen
Die exponierte Stellung treibt die Bedingungen des kontinentalen Klimas ins Extrem. Während der Wintermonate pfeift ein eisiger Wind um den Berg. Im Juli und August gehen die Temperaturen oft Richtung 40 Grad, wobei die Nächte im Spätsommer und im Herbst empfindlich kühl sind. Auf diese Weise entwickeln die Trauben eine hohe Reife – durch die geringe Wasserversorgung bleiben aber die Zucker- und damit die Alkoholproduktion moderat. Die kühlen Herbsttemperaturen erhalten die frische Säure.
Der Niederschlag
Die exponierte Stellung treibt die Bedingungen des kontinentalen Klimas ins Extrem. Während der Wintermonate pfeift ein eisiger Wind um den Berg. Im Juli und August gehen die Temperaturen oft Richtung 40 Grad, wobei die Nächte im Spätsommer und im Herbst empfindlich kühl sind. Auf diese Weise entwickeln die Trauben eine hohe Reife – durch die geringe Wasserversorgung bleiben aber die Zucker- und damit die Alkoholproduktion moderat. Die kühlen Herbsttemperaturen erhalten die frische Säure.
Gebietswein – Ortswein – Erste Lagen
Der Hang des Spitzerbergs umfasst rund 100 Hektar Rebfläche, die sich über mehrere Geländestufen ziehen. Die Parzellen am Fuß des Berges weisen tieferen Boden und mehr Humus auf und können mehr Feuchtigkeit speichern. Je weiter man nach oben geht, umso karger werden die Lagen, und umso ausdrucksstärker sind die Weine.
Wir bewirtschaften insgesamt knapp zwölf Hektar Rebfläche, die auf mehr als 30 Parzellen aufgeteilt sind. Die Kleinteiligkeit hat den Vorteil, dass wir im Laufe der Jahre besonders viele Erfahrungen sammeln konnten und das Qualitätspotential jeder einzelnen Lage ganz detailliert identifizieren konnten.
Carnuntum
Für unseren Gebietswein CARNUNTUM verwenden wir die Trauben von jungen Reben sowie von tiefer gelegenen Parzellen.
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Prellenkirchen
Für unseren Ortswein PRELLENKIRCHEN- Samt&Seide verwenden wir Trauben von mittleren Hanglangen, von Reben, die zwischen zehn und 35 Jahre alt sind.
Zum ShopDen Namen RIED SPITZERBERG dürfen nur Weine von den höchsten Parzellen tragen, jene, die direkt an das unter Naturschutz stehende Grat des Berges anstoßen. Die spannendsten Riedenweine wachsen in drei ÖTW Erste Lagen: