Weingut Dorli Muhr

Ried Spitzerberg 2015

Lage und Boden

Der Spitzerberg ist ein etwa 5km langer und 300 Meter hoher Kalkriegel ganz im Osten von Carnuntum. Er liegt in der extrem windexponierten Ebene zwischen Alpen (Leithagebirge) und Karpaten (Hainburger Berge). Durch die Anbrandung des Urmeeres wurde eine dicke Schichte an Kalkstein auf dem Hang abgelagert, der im Laufe der Zeit zu Sandkorngröße erodierte.

Die Niederschlagsmenge beträgt am Spitzerberg nur etwa 400 mm jährlich, und die Sommertemperaturen erreichen oft zwischen 35 und 40 Grad. Der sandige Kalkboden kann nur sehr wenig Wasser speichern. Dies führt zu sehr geringen Ernteerträgen von maximal 3000 kg Trauben pro Hektar.

Für den Topwein des Weingutes werden Blaufränkisch-Trauben aus den ältesten Weinbergen selektioniert. Es ist eine Parzelle in der Lage Spitzer, die 1955 gepflanzt wurde, eine Parzelle in der Lage Roterd (gepflanzt 1985) und eine Parzelle auf den Panhölzern (ausgepflanzt 1985). Diese alten Reben ergeben jedes Jahr die elegantesten und feinsten Weine mit frischer Säure, präziser Aromatik und hohem Reifepotential.

Ernte und Ausbau

Blaufränkisch ist die traditionelle Sorte auf dem Spitzerberg. Diese Sorte wartet gerne mit der physiologischen Reife, bis der extrem trockene Sommer zu Ende geht. Wenn die ersten Tage mit Morgentau im frühen Herbst eintreten, entwickelt der Blaufränkisch langsam seine charmanten Noten von roten Beeren, Veilchen und eine leicht würzige Aromatik, die man oft als Kümmel erkennt. Dabei behält der Blaufränkisch stets seine typische Säurestruktur, die den Garant für eine langsame Entwicklung und ein langes Leben darstellt.

Die Trauben werden nicht geschwefelt, wir verwenden keine Reinzuchthefe, wir mazerieren nur ganz sanft und völlig ohne technische Hilfsmittel. Etwa ein Drittel der Trauben wird mit den Füssen gestampft, dann sehr bald abgepresst, und der Most gärt ohne Maische im Holzfass weiter. Wir verzichten auf Kühlung oder Erhitzung der Maische. Die Weine werden während ihrer zweijährigen Reife im Fass nur einmal umgezogen, sonst lassen wir ihnen einfach die Zeit, die sie brauchen, bevor sie gefüllt werden.

Jahrgang 2015

Der Jahrgang 2015 war – ganz im Gegenteil zum regnerischen Vorjahr – extrem trocken.  Im Juli und August wurden immer wieder Temperaturen rund um 35 Grad gemessen, und es kam einfach kein Regen.

Die Trauben wurden früh süß, noch lange bevor die feine Aromatik des Blaufränkisch ausgeprägt war. Vor allem aber waren die Gerbstoffe noch hart und rau, sodass wir weiter zuwarten mussten, und auf ein paar Regentage hofften, die sich tatsächlich gegen Ende der Vegetationsperiode einstellten und schließlich die Gerbstoffe reifen ließen.

Die Weine des Jahrgangs 2015 sind von einer gewaltigen Fruchtigkeit geprägt, von viel Fülle und großer Dichte. Nach einigen Jahren der Reife setzen sich die Finesse und Salzigkeit des Terroirs gegen die Mächtigkeit des Jahrganges durch.

 

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Weitere Jahrgänge:

2017 2016 2014 2013 2012 2011 2010
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  • Sorten Blaufränkisch 100%
  • Alkohol 13,6%
  • Restzucker 1,2g
  • Säure 5,1g
  • Flaschen 2.500 / 0,75l 100 / 1,5l

Bewertungen

  • Wine Enthusiast 95
  • Robert Parker Wine Advocate 95
  • Falstaff 95
  • A La Carte 95
Je Flasche 0,75 / 1,5 (Preis in €) Zum Shop

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