Weingut Dorli Muhr

Liebkind Ried Kobeln 2016

Lage und Boden

Die Ried Kobeln ist mit 300m die höchste Lage am Spitzerberg. Hier ist die Bodenauflage sehr gering und die Windexposition noch stärker, was zu extrem geringen Erträgen führt. 2008 wurde die Fläche von 1,1 Hektar bepflanzt, die durchschnittlich etwa 1500 bis 2000 kg Traubenertrag bringt. Die Beeren des Blaufränkisch sind hier mit einem Durchmesser von 8mm aussergewöhnlich klein und bringen daher besonders viel Tannin und Aromatik in den dichten Wein ein. Liebkind ist daher ein Wein, der noch längere Reifedauer benötigt. Erfahrungsgemäß zeigen sich Eleganz und Finesse des Weines erst nach etwa fünf bis sechs Jahren der Reife

Ernte und Ausbau

Um marmeladige Töne zu verhindern, ist es auf dieser extrem trockenen Lage sehr wichtig, keinen Tag zu lange mit der Ernte zu warten. Die Trauben werden von Hand geerntet, und jede überreife Beere wird feinsäuberlich entfernt. Im Keller werden die Trauben leicht gequetscht und teils mit den Stielen in offenen Gärbottichen mazeriert. Diese Auslaugung ist sehr sanft und verläuft völlig ohne Pumpen. Die Gärung setzt nach einigen Tagen dank wilder Hefen ein. Die spontane Gärung verläuft sehr langsam und bei Raumtemperatur, die Maische wird weder erhitzt noch gekühlt. Auf diese Art wird der spezielle Ausdruck der Ried Kobeln erhalten, ohne Hitzetöne im Wein vorzufinden. Nach etwa 20 Tagen wird der Wein abgepresst und reift anschließend in einem großen alten Holzfass. Während der rund 20monatigen Reifung wird der Wein nur einmal umgezogen und schließlich ohne Filtration gefüllt.

Jahrgang 2016

Der Jahrgang 2016 war, im Gegensatz zum extrem trockenen Vorsommer, immer wieder von kleineren Regenfällen durchwachsen, was für den Pflanzenschutz im biologischen Landbau eine Herausforderung darstellte und besonders intensive Arbeit im Weinberg erforderte. Die Reben genossen die sommerlichen Niederschläge sichtbar und konnten nach dem außergewöhnlich trockenem Jahr 2015 sehr entspannt und langsam ihre Trauben zum Reifen bringen. Der Jahrgang wirkt insgesamt sehr balanciert, feingliedrig, mit köstlicher Reife, viel Frische und ansprechender Mineralität.

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Weitere Jahrgänge:

2017 2015 2014 2013
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  • Sorten Blaufränkisch 100%
  • Alkohol 12,5%
  • Restzucker 1,4g
  • Säure 6,2g
  • Flaschen 1.000 / 0,75l

Bewertungen

  • Robert Parker Wine Advocate 92
  • Wine Enthusiast 95

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