Ried Roterd 2018

Lage und Boden

Die Ried Roterd liegt im mittleren Hang des Spitzerbergs. Der obere Teil der Lage zeigt den Kalkboden in steiniger Form und ist sehr karg, während der Fuß der Lage Roterd mit tonigen Elementen durchsetzt ist, die eine bessere Kapazität zum Wasserspeichern aufweisen. Der Wein von dieser Lage ist immer sehr eigenständig mit einer dunklen Frucht, die am Anfang meist etwas verhalten ist und länger braucht, um sich zu öffnen. Am Gaumen zeigt der Wein eine ganz charakteristische Cremigkeit: eine elegante Fülle und Samtigkeit, die von einer erfrischenden Säure getragen wird.

In der Ried Roterd besaß Katharina Muhr schon in den 1920er Jahren eine kleine Weinparzelle mit 0,17 Hektar Reben. Rund um diese Parzelle hat Dorli Muhr Stück für Stück Grundstücke erworben und erpachtet. Alte Reben hat sie auf biologischen Weinbau umgestellt, Brachen hat sie neu ausgepflanzt, sodass sie mittlerweile eine Gesamtfläche von 3,3 Hektar in dieser Lage bewirtschaftet, die zum allergrößten Teil mit Blaufränkisch bepflanzt sind.

Ernte und Ausbau

Die Trauben werden von Hand geerntet, und jede überreife Beere wird feinsäuberlich entfernt. Im Keller werden die Trauben leicht gequetscht und teils mit den Stielen in offenen Gärbottichen mazeriert. Diese Auslaugung ist sehr sanft und verläuft völlig ohne Pumpen. Die Gärung setzt nach einigen Tagen dank wilder Hefen ein. Die spontane Gärung verläuft sehr langsam und bei Raumtemperatur, die Maische wird weder erhitzt noch gekühlt. Dies garantiert sehr präzise und aromatische Weine. Nach etwa 20 Tagen wird der Wein abgepresst und reift anschließend in 1000 Liter Holzfässern, wobei kein neues Holz verwendet wird, um die feine Frucht des Blaufränkisch nicht zu überdecken.  Während der rund 20monatigen Reifung wird der Wein nur einmal umgezogen und schließlich ohne Filtration gefüllt.

Jahrgang 2018

2018 war ein Jahr der Extreme: rasante Blüte, dann Abkühlung und ein wenig Regen bis Ende Juni. Es folgte ein sehr trockener, sehr heisser Sommer. Bei jungen Rebstöcken mussten die Trauben entfernt werden. Die alten Reben aber blieben kaum beeindruckt. Anfang September, kurz vor der Ernte, kamen sehr große Niederschläge. In den tieferen Lagen führte dies zu Problemen, an den steinigen Hängen der oberen Rieden brachte dieser Regen aber sogar Entspannung und eine harmonische Ausreifung der Tannine. Das Ergebnis ist ein sehr komplexer Wein mit viel Dichte, der aber gleichzeitig frisch und verspielt ist. Insgesamt ein wunderbarer Ausdruck des Kalkterroirs.

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  • Sorten Blaufränkisch 100%
  • Alkohol 13%
  • Restzucker 1g
  • Säure 5,5g
  • Flaschen 1500 / 0,75l

Bewertungen

  • A La Carte 94
  • Robert Parker Wine Advocate 93
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